Reisetagebuch Kauai – Hawaii

Tag 27-32

Routentechnisch vielleicht etwas ungewöhnlich ging es für uns nicht nach oder via Honolulu auf Oahu, sondern direkt nach Kauai. Wir haben uns hier mit Mandys Familie getroffen und gemeinsam drei Wochen zusammen auf Hawaii verbracht. Wir entschieden uns drei der acht Hauptinseln von Hawaii zu besuchen um so ein wenig der Vielfalt und Unterschiede kennenzulernen. Und wir müssen wirklich sagen, die Inseln hätten unterschiedlicher nicht sein können.

Auf Kauai gibt es einen der regenreichsten Punkte der Erde und auf Grund der vorherrschenden Vegetation wird sie auch als Garteninsel bezeichnet. Im Kontrast dazu steht die trockene Westseite mit dem Waimea Canyon. Selbst auf der einen Insel gibt es riesige Klippen im Norden die „Na Pali-Küste“, den trockenen Canyon im Westen und die sonnige, trockende Südseite mit schönen Stränden.

Unsere Unterkunft

Da wir nun zu fünft unterwegs waren und wir gerne als Familie abends zusammensitzen, quatschen und Spiele spielen, bot sich für die Reise auf Hawaii die Übernachtung in Ferienwohnungen und Häusern an. Auf Kauai hatten wir eine schöne Unterkunft im Kaha Lani Castle Resort. Die Anlage lag direkt am Strand der Ostküste und hatte einen schönen Pool in der Mitte der Gartenanlage. Unsere Wohnung lag im Erdgeschoss, sodass wir viel Zeit auf der Terrasse verbracht haben. Die Wohnung war sehr gut geschnitten und eingerichtet, sodass wir uns alle von Anfang an wohl gefühlt haben. 

Erkundung der Insel

Da es auf Kauai keine komplette Rundstraße um die Insel gibt, wir aber gerne alle Küstenseiten kennenlernen wollten, haben wir uns eine Unterkunft im Osten ausgesucht. Sozusagen in der Mitte von allem erreichbaren, sodass wir in beide Richtungen immer nur maximal 1,5 Stunden fahren mussten.

10+

offizielle Trails

11.684

mm Regen im Jahr

60x

in Kinofilmen

11+

öffentliche Strände

Die ersten paar Tage auf Hawaii haben wir ein wenig ruhiger angehen lassen. Zum einen ist es für Mandys Eltern auch immer ganz gut erstmal in der Zeitzone anzukommen zum Anderen waren wir auch nach der Rundreise froh mal gemeinsam einfach nur zu chillen und einen Tag am Pool zu verbringen. Zu guter Letzt ging es Flo auf Grund des Dengue Fiebers anfangs auch noch gar nicht gut. 

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Hier kommen unsere Highlights auf Kauai

Waimea Canyon

Der Waimea Canyon befindet sich im Westen von Kauai und ist ca. 16 km lang und bis zu 900 m tief. Der Canyon besticht durch seine rote Farbe, daher auch der Name Waimea, was rötliches Wasser bedeutet. Der Canyon selbst wird durch den regenreichsten Punkt der Erde gespeist. Mit dem Auto gibt es viele sehr spektakuläre Aussichtspunkte, die wir bei einem Tagestrip besucht haben. Es war zwar warm gewesen, aber insgesamt ein sehr abwechslungsreicher Tag, sodass es zwischendurch immer mal wieder etwas regnete. Es gibt viele schöne Wanderwege, von denen wir beim nächsten Mal mit Sicherheit noch mehr in Angriff nehmen werden.

Na Pa Li Coast

Der Küstenabschnitt der Napali Coast ist über 50km lang. Um diesen zu erkunden gibt es nur einen Mehr-Tages-Wanderweg „Kalalau Trail“, der 18 km lang ist. Es führt keine einzige Straße entlang. Ursprünglich wollten wir gerne den Anfang des Trails bei einer Tageswanderung erkunden. Warum das nicht klappte, kannst Du unter „Gut zu Wissen“ nachlesen.

Ansonsten gibt es nur die Möglichkeit die Küste vom Wasser aus bei einem Bootstrip oder mit dem Helikopter zu erkunden. Flo hatte zum Geburtstag einen Helikopter Flug geschenkt bekommen und da wir Kauai von unseren geplanten Hawaii-Inseln als die abwechslungsreichste empfanden, entschieden wir uns hier für die Helikopter Tour – Wahnsinn!

Hanalei Bay

Im Norden der Insel gibt es noch die schöne Hanalei Bay. Alleine die Fahrt dorthin war spektakulär. Überall am Straßenrand grüne Vegetation. Kein Wunder, dass die Insel auch Garteninsel genannt wird. Nachdem wir einige Aussichtspunkte auf unserem Weg besucht haben, sind wir zum Sonnenuntergang an den Hanalei Beach gefahren. Baden konnte man hier, so wie an vielen Orten auf Kauai, auf Grund der starken Wellen und Strömungen nicht. Dafür konnten wir die Surfer beobachten und den Sonnenuntergang sehr genießen. 

Süden

Zum Baden eignen sich auf Kauai eher die Strände im Süden, wie der Poipu Beach Park oder der Kiahuna Beach. Den Ausflug haben wir verbunden mit dem Besuch des Spouting Horns – Blowhole und des kleinem Ort Hanapepe mit seinem berühmten Glasstrand. Irgendwie ist das ganze rundgeschliffene Glas am Strand schon beeindruckend. Wenn man aber die Lage und Umgebung betrachtet – direkt neben einer riesigen Fabrik – fragt man sich, ob man sich hier nicht einfach nur eine große Umweltsünde zum Touristen-Highlight geworden ist.

Gut zu Wissen:

  • Teure Inseln: In den USA sind die Lebensmittel selbst im Supermarkt ja schon um einiges teurer, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Aber Hawaii als Inselgruppe übertrifft dies um einiges. Wer ein paar Beispiele möchte: Brot oder Toast gibt es nicht unter 5 Euro. Fetakäse oder Mozzarella nicht unter 7 Euro. Alles muss vom Festland auf die Inseln gebracht werden. Das Preisgefüge bei Unterkünften ist ähnlich. Hotels und selbst Hostels sind teuer. Es lohnt sich sehr – sofern möglich – mit mehreren Personen ein Haus oder eine Ferienwohnung zu teilen.
  • Na Pali Coast: Als wir vor Monaten den Urlaub nach Hawaii geplant hatten, war uns schon klar, dass wir diese Wanderung gerne machen wollen. Im Internet hatten wir gelesen, dass man für die Wanderung mittlerweile eine Genehmigung braucht. Doch zum damaligen Zeitpunkt brauchte man die Genehmigung nur für den kompletten Mehr-Tages-Wanderweg und nicht für Tageswanderungen. Wie sich vor Ort leider rausstellte, wurden die Regeln nochmals verschärft. Man braucht schon am Zugang zum Parkplatz die Genehmigung für jegliche Wanderungen. Auch für den Parkplatz selbst benötigt man eine gesonderte Reservierung, da es nur wenige Plätze gibt. Der hätte nochmals 5 US-Dollar je Fahrzeug gekostet. Da diese entsprechend schnell ausgebucht sind, muss man andernfalls auf eine Busfahrt und ein Busticket zurückgreifen. Dieses ist dann mit 10 US-Dollar pro Person doppelt so teuer, wie das Parkticket. Die Genehmigungen kann man Wochen vorher online tätigen. Zu unserem Zeitpunkt war aber leider schon alles ausgebucht, sodass wir die Wanderung nicht mehr machen konnten.
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