Freestyle Libre / Dexcom G6 im Vergleich

Ich hatte von 2017-2019 für rund 2 Jahre das Freestyle Libre 1 Gerät und bin im Sommer 2019 auf das Dexcom G6 Gerät gewechselt. Da ich vor dem Wechsel selber lange recherchiert habe, welche Funktionalitäten nun welches Gerät hat und ich im Internet kaum etwas dazu gefunden habe, habe ich euch mal eine kleine Liste der Vor- und Nachteile, welche für mich entscheidend waren, aufgelistet.Die letzten zwei Jahre hatte ich das Freestyle Libre 1 Gerät und bin vor fünf Monaten auf das Dexcom G6 Gerät gewechselt. Da ich vor dem Wechsel selber lange recherchiert habe, welche Funktionalitäten nun welches Gerät hat, habe ich euch mal eine kleine Liste meiner Vor- und Nachteile aufgelistet. 

UPDATE: Nach unserer sechsmonatigen Weltreise konnte ich das Dexcom G6 Gerät ausgiebig testen und habe meinen Vergleich nochmal ein wenig überarbeitet.

InhaltFreestyle LibreDexcom G6
Sensorgröße
Zugelassene Tragestelle
Tragedauer
Funktionalitäten
Produktleistungen
Setzen des Sensors
App Service
Kundenservice
Auf Reisen

Die Markierung zeigt meinen jeweiligen Favoriten. Ein Klick führt direkt zum Thema


Sensorgröße 

Freesytle Libre 1: Der Sensor ist sehr flach (5mm hoch und 35mm Durchmesser) und rund. Dadurch fällt er unter der Kleidung kaum auf.

Dexcom G6: Der Sensor ist dicker (46mm lang x 30mm breit x 15 mm hoch = 3x so dick) und eher rechteckig. Er ist zwar auffälliger, wird aber weniger sichtbar am Arm getragen. 

Freestyle Libre 1


Zugelassene Tragestelle 

Es handelt sich bei beiden Geräten immer um die zugelassene Tragestelle. Prinzipiell können auch andere Tragestellen genutzt werden. An der Funktionalität ändert sich gar nichts. Man muss dies nur bei der Gewährleistung beachten.

UPDATE: Wie schon vorher vermutet, fand ich die Tragestelle am Bauch insbesondere während unserer Rundreisen und Sightseeing Touren sehr angenehm, da diese nicht auffällt. Während der Strand- und Badetage habe ich mir aber doch zwischendurch den Freestyle Libre mit seiner kleineren Größe und Tragemöglichkeit am Arm zurück gewünscht. Von daher kann ich nach wie vor nicht eindeutig sagen, welchen Sensor ich besser finde.

Freesytle Libre 1: Die zugelassene Tragestelle ist der Oberarm. Bei einer gleichzeitigen Insulinpumpentherapie hat das den Vorteil, dass nicht noch eine Kanüle im Bauch ist. Beim Anbringen am hinteren Oberarm fällt der Sensor von vorne nicht auf. An sich ist der Arm aber, gerade im Sommer bei kurzer Kleidung oft sichtbar. (Gerade im ersten Jahr wurde ich sehr oft selbst von fremden Menschen auf den Sensor angesprochen. Ob dies jetzt ein Nachteil oder Vorteil ist, schnell in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen, muss jeder selber entscheiden 😊. Es hat in den letzten Monaten wieder abgenommen, da die Geräte doch immer weiter verbreitet sind). Einziger Nachteil am Arm ist für mich, dass ich es trotz kleiner Größe doch hin und wieder geschafft habe, die Kurven und Ecken scheinbar so eng zu nehmen, dass ich mit meinem Arm an Türpfosten, Wänden etc. hängen geblieben bin und mir den Sensor abgerissen habe. 

Dexcom G6 – teilweise Blut beim Setzen

Dexcom G6: Die zugelassene Tragestelle ist hier der Bauch. Bei einer gleichzeitigen Insulinpumpentherapie muss sich die Kanüle 8 cm von dem der Messkanüle entfernt befinden. Ist logisch, muss aber beachtet werden und schränkt die Tragestelle ein. Ich mache es meistens so, dass ich das Messgerät dann auf der anderen Seite der Pumpe trage. Am Bauch fällt der Sensor im Alltag und im Sommer natürlich weniger auf. Allerdings ist es gerade im Badeurlaub nicht so schön, zwei Kanülen und Geräte am Bauch zu tragen.

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Leider habe ich gerade am Anfang die Probleme gehabt, dass es 2x direkt beim Setzen des Sensors geblutet hat. Dies ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern führt auch dazu, dass der Sensor nicht richtig funktioniert und sollte daher immer sofort ausgetauscht und reklamiert werden.

Einfach eine kleine „Speckfalte“ bilden beim Setzen, dadurch ist die Gefahr ein Gefäß zu treffen deutlich verringert. Bei mir hat es sehr gut funktioniert – seitdem habe ich keine Probleme mehr.

Freestyle Libre 1 / Dexcom G6


Tragedauer:

UPDATE: Bei mir musste während der gesamten Weltreise nur ein Sensor von ca. 12 genutzten Sensoren reklamiert werden!

Freesytle Libre 1: Der Sensor ist für 14 Tage konzipiert. Von der Haltbarkeit fand ich ihn in Ordnung, wobei er im Sommer bei heißem Wetter vermehrt frühzeitiger abgefallen ist. Anders als beim Dexcom G6 Modell gibt es hier auch keine kostenlosen Pflaster für einen besseren Halt dazu. Gerade im Badeurlaub musste ich den Sensor öfter schon früher wechseln. 

Passgenaue Pflaster

Dexcom G6: Der Dexcom G6 ist für zehn Tage konzipiert. Dies war auch ein Grund für mich auf das System zu wechseln, da ich gehofft habe, dass dort dann die zehn Tage nahezu eingehalten werden können. Zusätzlich erhoffe ich mir, dass ich den Sensor auf Grund einer geringerer Tragedauert nicht so oft reklamieren muss. Auch die Flexibilität wird gesteigert, da der Wechsel etwas öfter stattfindet. Vom Tragekomfort merke ich an sich keinen Unterschied zwischen den beiden Modellen. Ein großer Vorteil beim Dexcom G6 ist, dass es hier kostenlose Pflaster gibt, die genau auf die Abmaße des Sensors zugeschnitten sind. Dies gibt mir beim Tragen gerade im Sommer ein sehr gutes Gefühl und bisher musste ich noch keinen Sensor frühzeitiger Wechseln, weil er abgefallen ist. 

Dexcom G6


Funktionalitäten

Freestyle Libre 1: Hierbei handelt es sich um einen passiven Transmitter. Das bedeutet, ich muss mein Messgerät / Handy an meinen Sensor halten, um einen neuen Messwert zu erhalten. Möchte man das Handy nutzen, benötigt man die Freestyle Libre App und ein NFC-fähiges Handy. Die neue Freestyle Libre Generation hat wohl auch einen aktiven Transmitter, der dauerhaft Werte senden kann und auch automatisch Alarmsignale senden kann. Allerdings werden hier nur pauschale Warnungen (Wert zu hoch / zu niedrig)  versendet, ohne den genauen Wert mitzuteilen. Um einen genauen Wert zu erhalten, muss man auch hier erneut mit einem Gerät über den Sensor gehen und den Wert auslesen. Die Diskretion bleibt somit nicht immer gewahrt. 

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Dexcom G6: Hier wird ein aktiver Transmitter verwendet. Das macht den Sensor auch größer und dicker. Dafür werden automatisch ca. alle fünf Minuten neue Messwerte vom Sensor an das jeweilige Messgerät gesendet. Dies hat den Vorteil, dass das Messgerät / Handy automatisch Warnsignale bei zu hohen oder niedrigen Werten, inklusive der genauen Messdaten, erhält und Trends aufzeigt. So ist ein sehr diskreter Umgang möglich.

Dexcom G6


Produktleistungen: 

UPDATE: Wie mir mitgeteilt wurde, werden die Pflaster bei Dexcom G6 nur noch bei Schwierigkeiten mit der Haftbarkeit zugesandt. Es ist also leider etwas schwieriger geworden.

kostenlose Alkohohltupfer

Freestyle Libre 1: Technisch hatte ich keine Probleme mit dem Sensor. Positiv ist mir aufgefallen, dass es auch immer kostenlos zwei Alkoholtupfer dazu gibt. 

Dexcom G6: Alkoholtupfer gibt es hier leider nicht und müssen separat gekauft werden. (Diese gibt es aber günstig zu kaufen – z.B. bei DocMorris oder Amazon). Dafür sind die kostenlosen Pflaster ein großer Vorteil, die passgenau auf den Sensor zugeschnitten sind.

Bei beiden Geräten ist mir allerdings negativ aufgefallen, dass man anschließend unglaublich viel Plastikmüll hat, da jeder Sensor einzeln verpackt ist.

Dexcom G6


Setzen des Sensors / Stechhilfe: 

Bei beiden Geräten gibt es eine Stechhilfe. 

Freestyle Libre 1: Die Stechhilfe und der Sensor müssen hier vorab eigenständig zusammengesetzt werden. Wenn man dies einmal gemacht hat, ist es aber einfach und alleine machbar. Lediglich beim Setzen des Sensors am Arm habe ich es bevorzugt, wenn eine 2. Person unterstützt, um den Arm dabei festzuhalten und genügend Gegendruck zu erhalten. Alleine ist dies aber auch möglich.

Dexcom G6: Hier wird die Stechhilfe und der Sensor bereits zusammengebaut geliefert. Da der Sensor am Bauch aufgetragen wird, ist genug Druck vorhanden und das Setzen des Sensors fällt leichter. Auch ein eigenständiges Setzen ist einfacher möglich als am Arm.

Freestyle Libre 1 / Dexcom G6


App-Service: 

UPDATE: Mit der Dexcom G6 App bin ich weiterhin sehr zufrieden.

FreestyleLibre App

Bezüglich der Handynutzung und Kompatibilität habe ich bei beiden Systemen keinen Unterschied festgestellt.

Freestyle Libre 1: Die App hat ohne Probleme funktioniert. In dieser App sind sowohl die aktuellen Messdaten, als auch sämtliche Berichte und Statistiken integriert. 

Da ich aktuell das Dexcom G6 nutze, habe ich keine weitere App Übersicht mit Daten vorhanden.

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Dexcom G6: Die App funktioniert ebenfalls ohne Probleme. In der Dexcom G6 App, kann man allerdings nur die aktuellen Werte (bis 24h zurück) ablesen. Für Berichte und Statistiken gibt es eine zusätzliche Clarify App. Hervorzuheben ist hierbei, dass nicht nur Statistiken erzeugt werden, sondern auch Interpretationen und textliche Zusammenfassungen erzeugt werden. Die Auswertung ist hier somit noch ausführlicher. #

Dexcom G6


Kundenservice: 

UPDATE: Hier hat sich ganz viel getan bei Dexcom. Wie ich diese Woche mehrfach festgestellt habe, wurde der Kundenservice deutlich verbessert. Ich hatte bei den letzten Anrufen jeweils nur eine Wartezeit von circa fünf Minuten. Auch meine Mails wurden innerhalb von 24 Stunden beantwortet. Somit kann ich hier mittlerweile auch den Dexcom-Service empfehlen.

Freestyle Libre 1: Der Kundenservice war immer freundlich und mir wurde schnell geholfen. Auch bei Beanstandungen waren sie stets kulant. Besonders positiv ist, dass ich nie länger als fünf Minuten in der Warteschleife war!

Dexcom G6: Auch hier ist der Kundenservice sehr freundlich und mir wurde schnell geholfen. Auch bei Beanstandungen merke ich keinen Unterschied zum Freestyle Libre. Besonders negativ ist aber, dass im Telefonservice aktuell immer lange Warteschleifen sind. Das warten von 1h ist dort leider völlig normal. Mir wurde aber am Telefon bestätigt, dass dies kurzfristig behoben werden soll. (Viele neue Einstellungen, da Dexcom G6 überrannt wurde).

Freestyle Libre 1


Auf Reisen:

UPDATE: Wie versprochen kommt hier meine Erfahrung von der Weltreise. Nach mehrmaliger Rücksprache mit dem Dexcom-Kundenservice habe ich mich dafür entschieden lediglich ein paar Sensoren in meinem Handgepäck zu transportieren und die anderen Sensoren, geschützt mit einer kleinen Tüte, im Koffer. Das reicht bei den Sensoren auch aus. Viel wichtiger ist der Schutz der Transmitter mit der gesamten Elektronik. Da ich für meine Weltreise drei Stück einpacken musste und die Diskussionen warum diese nicht gescannt werden dürfen vermeiden wollte, kommt hier mein ultimativer Tipp.

Freestyle Libre 1: Mit dem Freestyle Libre musste ich auf Reisen nichts gesondert beachten. Sensormaterialien habe ich wie gewöhnlich im Handgepäck verstaut und hatte nie Probleme damit.

Dexcom G6: Leider musste ich hier schon einige Probleme feststellen. Laut Dexcom darf sowohl der Sensor, als auch der Transmitter nicht durch eine Röntgenkontrolle, sondern muss separat per Hand kontrolliert werden. Auf der Dexcom Seite gibt es zwar ein Erklär-Video, aber es gibt keine Bescheinigung / Formular, welche man dem Flughafen Personal bei Problemen zeigen könnte.

Dexcom G6 - Traveling with your Dexcom CGM

Einfach den Transmitter einzeln in die BH-Pumpentragetasche packen. Am besten die Verpackung aufheben oder vorher abfotografieren. Bei der Kontrolle bin ich ja sowieso durch keinen Scanner gegangen, sondern habe auf ein Personenkontrolle bestanden. Da die Pumpe die inkl. der BH-Pumpentragetasche die ganze Zeit am Mann bleibt, wurden somit auch die Transmitter geschützt und waren keiner Strahlung ausgesetzt.


Zusammenfassung

KategorieFreestyle LibreDexcom G6
Sensorgröße
Zugelassene Tragestelle
Tragedauer
Funktionalitäten
Produktleistungen
Setzen des Sensors
App Service
Kundenservice
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    • Luggi
    • 19. April 2021
    Antworten

    Ich verwende Dexcom G6 seit mehr als 2 Jahren. Bis Ende 2020 musste ich 20 von 74 Sensoren (27%) vor den versprochenen 10 Tagen austauschen. Seit Beginn 2021 haben 8 von 16 Sensoren (50%) nicht die 10 Tage durchgehalten.
    Meist waren gehäufte Sensorfehler oder häufige Falschanzeigen die Ursache oder das System hat die Kalibrierung nicht angenommen. Die Sensorfehler wurden oft angezeigt, wenn ein besonders starker Anstieg oder Abfall des Blutzuckerwertes auftrat. Meist ergab in diesen Fällen die „blutige“ Kontrolle, dass der Dexcom-Sensor falsch anzeigte.
    Die Sensoren wurden von Dexcom immer ersetzt, der Kundendienst war freundlich.
    Mir wurde bei den Anrufen auch mitgeteilt, dass man 15 Minuten nach dem Anhalten des Sensors warten soll, bis man den neuen Sensor einsetzt und dass die Kalibrierung nur in 20-er-Schritten (mg/dL) erfolgen soll. Das ist mühsam, wenn die Differenz mehr als 100 mg/dL ausmacht.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Dexcom G6 gemacht?

    • Dirk
    • 24. Dezember 2020
    Antworten

    Ich verwende seit ca. 3 Jahren das Libre System. Die Zuverlässigkeit mit Libre 2 hat jedoch stark nachgelassen. Kaum sein Sensor hält 14 Tage. Was jedoch gravierender ist, dass die Zuverlässigkeit der Messergebnisse stark abgenommen hat. Fällt oder steigt der Blutzucker stark, zeigen die Sensoren oft nur eine Fehlermeldung an. Die Alarme funktionieren in dem Zeitraum auch nicht. Lt. dem Kundendienst muss sich der Sensor in dem Fall neu Kalibrieren und zeigt in der Zeit (ca. 20 Min.) keine Werte an. Leider ist das der schlechteste Zeitpunkt für eine Neukalibrierung. Habe aus dem Grund auf Dexcom gewechselt.

      • Bernd
      • 18. April 2021
      Antworten

      Hallo Dirk
      Verrate mir mal wie das Libre 2 System neu Kalibrieren lässt. Oder meinst du nur neu messen. Wäre ja eine neuheit bei Libre 2!!

    • Auer Nadia
    • 20. November 2020
    Antworten

    Hallo,
    Ich würde gerne wissen, wie die Genauigkeit der beiden Geräte ist. Ich habe seit ca. 2Monaten den Freestyle Libre 2 und kontrolliere mit dem Blut nach. Bei den bei Freestyle angezeigten tiefen und hohen Werten misst er oft falsch! Weshalb ich gerne wissen würde wie der Dexcom misst?
    Wer hat Erfahrungen damit? Und es nachkontrolliert.
    Ebenso finde ich es schlimm, wie oft der Freestyle Knopf wegen defekt gewechselt werden muss! Bei 4 Messgeräten waren 2 vorzeitig defekt (nach 8-10 Tagen). Natürlich ist der Freestyle kleiner, was vielleicht der einzige Vorteil ist.

    • Erika Tessaro
    • 13. Oktober 2020
    Antworten

    Benutze seit 5 Jahren Dexcom. Erst G5 jetzt G6. Der G5 hatte kaum ausfälle, musste aber regelmässig kalibriert werden. der G5 Sensor und Transmitter war auch grösser.
    Seit ca. 1 Jahr habe ich regelmässig Probleme mit Sensorausfall. Eigentlich sollte er 10 Tage halten. Aber meistens nach 7 -9 Tagen häufen sich die Ausfälle (Sensorfehler wird angezeigt). Manchmal fällt er für 10 min., oft aber auch für 1 h aus.
    Zudem ist oft eine eklatante Messungenauigkeit des Sensor vorhanden >20% zum gemessenen Wert im Blut.
    Der Service von Dexcom ist nett und hilfsbereit. Ich würde jedes Mal einen neuen Sensor kriegen. Die Probleme werden aufgenommen, aber es ändert sich nichts an der Qualität der Sensoren. Bin von der Qualität des Dexcom enttäuscht. Überlege mir zu Freestyle Libre zu wechseln.

      • alex
      • 15. Dezember 2020
      Antworten

      hallo! ich habe seit ca. 2 jahren den dexcom g6. ansich bin ich zufrieden mit der handhabung und der app. einige dingen sind aber auch mir negativ aufgefallen. die häufigkeit von sensorfehlern die gut eine stunde dauer häufen sich. die messungenauigkeit ist zeitweise recht hoch und seit ca. einem halben jahr bekomme ich fürchterliche pflasterausschläge, hier dürfte ein kleberwechsel stattgefunden haben.
      die alarmfunktionen sind aber im täglichen (und nächtlichen) leben sehr viel wert. auch die möglichkeit die werte über die smartwatch zu empfangen ist sehr toll.

      lg a.t.

    • Rolf Baumeister
    • 18. September 2020
    Antworten

    Rolf
    Benutze seit einem halben Jahr Libre2,
    Bin damit nicht zufrieden.Die Messungen sind teilweise eine Katastrophe!
    Nach einer Messung von über 400 zeigte die Blutzuckermessung mit
    einem Teststreifen von FreeStyle 300, und mit AccuChek 280!
    Der Sensor ist auch schon abgefallen, und schon Mehre male vor der
    Ablaufzeit ausgefallen.Enmal hatte ich Tagelang Schmerzen vom Sensor.
    Mit der Nutzung wäre ich sonst zufrieden,nur der Service könnte
    besser sein.

    1. Antworten

      Hallo Rolf,

      deine Erfahrung hören sich nicht so toll an. Da zu meiner Zeit damals nur das Freestyle Libre 1 auf dem Markt war, kann ich zu dem Libre2 gar nichts sagen.
      Bestehen deine Mess-Ungenauigkeiten denn öfter?

      Abgefallen sind mir auch schon sowohl der Libre, als auch der Dexcom. War bei mir vor allem nach dem Sport, heißen Sommertagen oder Urlauben der Fall. Zum Glück bekommt man aber auch immer Ersatz für die Sensoren. Insbesondere beim Dexcom gibt es dafür mittlerweile ein online Formular, sodass man auch nicht ewig in der Warteschleife hängt!
      Vielleicht hast du ja die Möglichkeit bei deinem Diabetologen nach einem „Test-Sensor“ von Dexcom zu fragen?

      Lieben Gruß
      Mandy

    • Joachim
    • 17. September 2020
    Antworten

    Hallo Zusammen,
    danke für die Info´s. Zur Zeit benutze ich Libre 2. Soweit bin ich zufrieden. Wollte mal wissen welche Sensoren besser bzw. was für Unterschiede es gibt. Ich denke, das ich eher bei Libre 2 bleibe. Denn ich eine Ypromed Pumpe und habe keine Lust mit 2 Nadeln im Bauch herum zu rennen. Ich bin öfters in Thailand und ist sehr hohe Luftfeuchtigkeit, aber zum habe ich keine Probleme das der Sensor abgefallen ist. Der fällt nur ab, wenn ich dran komme, sonst nicht. Beim Arbeiten ist es halt blöd

    1. Antworten

      Hallo,

      was meinst du mit der Frage nach den Sensoren bzw. Unterschieden? Die größten Unterschiede habe ich bereits versucht in meinem Bericht zu beschreiben.
      Mit den „zwei Nadeln am Bauch“ kann ich sehr gut verstehen. Das ist auch ein Minuspunkt für mich gewesen. Mittlerweile ist der Dexcom G6 auch offiziell zum Tragen am Oberarm zugelassen. Also könnte man ihn genauso wie den Freestyle Libre tragen. Beachten muss man dabei aber, dass der Dexcom G6 wesentlich dickeres, als der Freestyle Libre.
      Bezüglich der Haftung auf der Haut merke ich persönlich keine großen Unterschiede zwischen dem alten Freestyle Libre und dem Dexcom G6.

      Lieben Gruß
      Mandy

      • Michael T.
      • 23. September 2020
      Antworten

      Hallo Joachim,

      trage seit zwei Wochen den Dexcom G6 und das Libre 2 parallel und stelle fest, das der Libre deutlich mehr Ausreißer beim Scannen produziert, welche bei nachfolgenden Messungen scheinbar weggerechnet werden, während der Dexcom den Graphen zwar auch etwas glättet, aber hier die Werte tatsächlich nachvollziehbar vorliegen. Der Libre meldet teilweise Alarm, scannen sagt dann auch im Alarmbereich, eine halbe Stunde später zeigt nur noch der gescannte Wert den Alarmwert, der Graph ist teilweise weit von der Alarmschwelle entfernt.
      Insofern gebe ich persönlich bislang Dexcom die besseren Noten bezüglich Genauigkeit der Gewebemessung, obwohl das natürlich nur einen Snapshot darstellt.

      Mal schauen, ob meine Krankenkasse den Dexcom dauerhaft genehmigt.

      Gruss

      Micha

        • alex
        • 15. Dezember 2020
        Antworten

        hallo! ich habe seit ca. 2 jahren den dexcom g6. ansich bin ich zufrieden mit der handhabung und der app. einige dingen sind aber auch mir negativ aufgefallen. die häufigkeit von sensorfehlern die gut eine stunde dauer häufen sich. die messungenauigkeit ist zeitweise recht hoch und seit ca. einem halben jahr bekomme ich fürchterliche pflasterausschläge, hier dürfte ein kleberwechsel stattgefunden haben.
        die alarmfunktionen sind aber im täglichen (und nächtlichen) leben sehr viel wert. auch die möglichkeit die werte über die smartwatch zu empfangen ist sehr toll.

        lg a.t.

    • Pätt
    • 8. September 2020
    Antworten

    Hallo, vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen Vergleich beider Glucose-Monitoring-Systeme.
    Ich würde gerne folgende 2 Fragen an dich richten?

    Ich bin mit dem freestyle-Gerät und v.a. auch dem Kundenservice an sich zufrieden bis auf den Umstand, dass das Freestyle-Gerät unzuverlässig und dann auch nur 1x Alarm bei Über-/Unterschreiten eines Referenzwertes schlägt.
    Folge: Ich habe mich unzählige Male nach Erklingen des Alarms und kurzer Gegenmaßnahme in Sicherheit gewogen und trotzdem die ganze Nacht im heftigen Unter- bzw. Überzucker befunden. (….ohne diese neu eingerichtete einmalige Arlarmfunktion von freestyle, die auch nicht zuverlässig weckt, war ich nachts achtsamer)

    Meine 2 Fragen an Dich:
    1) Meldet sich das Dexcom-Gerät „kontinuierlich“ (!) Alarm, solange man sich außerhalb der Referenzwerte befindet (was mir nachts extrem helfen würde)?

    2) Protokolliert das Dexcom-Gerät (anders als das Freestyle-Gerät) die „konkreten“ Zahlwerte der zurückliegenden 24h, so dass mittels dieses Datenmaterials eine Optimierung der Basalrate erzielbar wäre?

    Das wären die für mich zwei entscheidenden Vorteile eines Dauermessgerätes.
    Stellt sich die Frage, ob meine PKV, die HUK, bereit wäre, sich auf die wesentlich höheren Kosten der Dexcom einzulassen.
    Vorab schon mal vielen Dank :-))

    1. Antworten

      Hallo,

      anbei meine Antworten auf Basis der Erfahrungen, die ich mit dem Gerät gemacht habe:

      1) Also bei der Dexcom APP hat man sehr viele Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Alarmfunktion. So kann man auch festlegen, in welchem Rhythmus der Alarmton wiederholt wird (Zwischen „alle 5 Minuten“ bis „alle 5 Stunden“). Das führt aber auch dazu, dass bei Über-/Unterzuckerungen das Gerät dich entsprechend oft in der Nacht warnt, bis dein Wert wieder den eingestellten „Norm-Bereich“ erreicht hat.

      Zusätzlich hat man auch die Möglichkeit verschiedene „Alarmpläne“ für das Wochenende oder für „Nachts“ einzustellen. Das finde ich sehr praktisch, da es mir persönlich zu viel war, wenn ich nachts alle 5 Minuten geweckt wurde. Aber so hat jeder die Möglichkeit das individuell einzustellen.

      All diese Möglichkeiten gibt es mit der Dexcom App. Ob das auch beim Dexcom Gerät so geht weiß ich ehrlicherweise gar nicht. Könnte ich aber nochmal nachschauen, wenn du da Bedarf hast und nicht die App nutzen möchtest?

      2) Ja, es ist in der App möglich sich für jede einzelne Minute der letzten 24h die konkreten Zahlenwerte anzeigen zu lassen!

      Wenn du noch weitere Fragen hast, dann kannst du sie gerne stellen. Ich weiß wie schwierig es ist, sich für ein neues Gerät /System zu entscheiden.

      Liebe Grüße
      Mandy

    • Jabbinger
    • 2. September 2020
    Antworten

    Toller Bericht…..danke dafür.

    1. Antworten

      Hallo,
      danke für dein Kommentar. Freut mich, wenn er euch weiter hilft 🙂

      Lieben Gruß
      Mandy

    • Erwin Petermann
    • 27. August 2020
    Antworten

    Hmmm…. benutze Freestyle Libre & Libre 2 seit ca. 2 Jahren und bin damit sehr zufrieden… Dieses Produkt ist Spitze (Service dagegen großer Mist).
    Diskret? An sich doch überhaupt kein Problem, bin eben Diabetiker.
    Und habe, auf den Sensor angesprochen, immer sehr nette Gespräche geführt.
    Kosten: erhalte soeben Angebot von Dexcom, da ist man zunächst mal mit 4000 Euronen p.a. dabei im Vergleich zu Abbott EUR 720,–. Mal sehen was die KK dazu sagt.

    Aber schönen Dank nochmal an Dich für Deinen ausführlichen Vergleich.

    Erwin

    1. Antworten

      Hallo Erwin,

      vielen Dank für dein Kommentar.
      Mit dem Freestyle Libre war ich früher an sich ja auch zufrieden gewesen, aber es gab eben doch einige Punkte, die mir persönlich beim Dexcom besser gefallen haben und mir wichtiger waren. Aber natürlich muss jeder selbst entscheiden, welche Vor- und Nachteile für einen selber relevanter sind.
      Bezüglich „Diskretion“: Das ist glaube ich auch immer abhängig von der eigenen Verfassung bzw. Stimmung. Ich denke jeder hat mal Up- und Downs und für jeden ist das angesprochen werden, mal eine schöne Abwechslung und mal einfach unangenehm.

      Bezüglich der Kosten war mir der große Preisunterschied gar nicht so bekannt. Vielen Dank dafür.
      Kannst ja gerne mal berichten was deine KK dazu gesagt hat.

      Liebe Grüße
      Mandy

      • Michael T.
      • 23. September 2020
      Antworten

      Hi,
      für 720 Euro bekommt man aber ziemlich sicher kein ganzes Jahr den Libre. Ein Sensor soll doch 59 Euro kosten, das wären bei 7 pro Quartal also 28 Sensoren, ergo schon über 1600 Euro ohne das Meßgerät, welches bis jetzt jedes Mal dabei war, obwohl man es eigentlich nicht wirklich braucht.
      Gruss

      Micha

    • Langewand
    • 5. August 2020
    Antworten

    Irgendwie stimmt da was nicht. Das G6 wird nach 10 Tagen gewechselt das freestyle nach 14 Tagen ! Der G6 Sensor ist doch größer und auffälliger wie der Freestyle mit einem Hautfdarbenen Aufkleber.. ..
    Zustimmen kann ich aber bei dem Müll. Der berg ist gewaltig. Warum nwhmwn die Lieferanten die teile nicht zurück ? Warum verdoppelt kein Hersteller die Nutzungszeit ?

    1. Antworten

      Hallo,

      vielen Dank für Kommentar. Genau das G6 wird nach 10 Tagen gewechselt und das Freestyle Libre nach 14 Tagen. Das ist richtig! Und ja der G6 Sensor ist viel dicker, wie unter „Sensorgröße“ beschrieben. Ich fand ihn persönlich nur „unauffälliger, da dieser am Bauch zugelassen ist.
      Zum Müll: Das ist echt eine Katastrophe! Ich habe auch das Gefühl, dass es eher schlimmer wird, als anders herum.

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