Schildkröten Tour

Mandy hatte von einer anderen Urlauberin den Tipp bekommen, dass man doch eine Schnorchel-Tour machen sollte, bei der man Schildkröten sehen kann. Diese sollte man nicht bei den lokalen Betreibern, sondern bei dem offiziellen Ariki-Office buchen. Dies sei zwar teurer, sollte aber professionell und sehr gut sein. Zudem würde man dabei auch die Erfahrung machen können mit den coolen Unterwasser-Scootern zu schwimmen. Da Wochenende war und das Ariki-Office geschlossen hatte, wir bereits seit 2 Tagen auf Grund des Wetters nichts machen konnten, beschlossen wir uns das Angebot vom Turtle-Man anzuhören.

Der Turtle-Man ist ein sehr passionierter, leidenschaftlicher Mann, der einen schnell überzeugen konnte. Bei dieser Tour war zwar kein Scooter dabei, der Vorteil war aber, dass eine Fotografin dabei sein würde. Da der Preis nahezu der gleiche war, empfanden wir dies als großen Vorteil. So hätten wir selbst nicht den Stress mit der Action Cam. Also entschlossen wir uns spontan auf dem Nachtmarkt den Local-Man zu unterstützen und eine Tour am Turtle-Man Stand zu buchen. 

. Also entschlossen wir uns spontan auf dem Nachtmarkt den Local-Man zu unterstützen und eine Tour am Turtle-Man Stand zu buchen. 

Erste Zweifel….

Don`t go with him!

Als wir am nächsten Tag unserer Vermieterin davon erzählten sagte sie sofort „Don`t go with him!“ Wir waren zunächst ganz schön schockiert und fragten wieso. Sie erzählte, dass der Turtle Man keine Lizenz für geführte Touren hat und es öfter mal auf Grund der starken Strömung dazu kommt, dass Urlauber von den Ariki Guides gerettet werden müssten. Sie empfahl uns heute doch mal mit Ariki zu sprechen. „Na toll“ dachten wir uns jetzt und beschlossen sofort mit ihnen zu sprechen.

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Es war richtig, dass es öfter zu solchen Situationen gekommen ist, aber man sagte uns auch, dass wir als gute Schwimmer keine Probleme bekommen sollten. Man glaubt gar nicht wie viele Menschen nicht schwimmen können. Die Info war sehr fair und sie rechneten uns an, dass wir so wenigstens ein waschechtes Local-Business unterstützen würden. Ohne Lizenz, dafür aber einheimisch und ohne viel Touri-Schminke. Schwimmen können wir beide gut, also blieben wir dabei.

Los gehts…

Als der Tag gekommen war an dem es los ging, waren wir schon ein wenig gespannt, was da auf uns zukommen würde. Der Treffpunkt war schon mal etwas merkwürdig. Auf einem wilden Parkplatz am Strand stand der Turtle-Man mit seinem Van da, indem sich Schnorchel-Equipment befand. Alles war sehr gut vorbereitet und mit uns sollten noch andere 10 Personen die Tour machen. Von Professionalität war hier aber keine Rede. Los ging es zum Strand, wo die Stand-Up Paddles auf uns warteten. Nach einer komischen Sicherheitsunterweisung mit einem „Turtle-Tanz“ und „Gebet“ ging es dann los aufs Meer.

An der Stelle des Strandes waren mehrere „Danger-Schilder“ aufgestellt: „Starke Strömung“. Mandy hatte ein sehr mulmiges Gefühl und unsere Erwartungen wurden ein wenig korrigiert. Aber schließlich gab es eine Garantie, dass wir Schildkröten sehen sollen – also abwarten. Unsere Paddle-Boards wurden alle aneinander geschnallt, wir haben uns alle raufgesetzt und wurden von der Fotografin und einem Guide ans Ende des Riffes gezogen – ca. 150 Meter vom Strand entfernt. Dort sollte es losgehen. Erstaunlicherweise befand sich an der Stelle Unterwasser ein riesen Abhang. Es ging 15-20 Meter steil bergab.

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Schnorcheln mit Schildkröten

Zu unserer Überraschung sollte es nicht mal 10 Minuten dauern bis wir die ersten Schildkröten gesehen haben. So ging es dann weiter und wir hatten das Glück unzählige Schildkröten im Meer zu sehen. Da das Wetter mal wieder bewölkt war, war die Sicht teilweise zwar nicht so gut, sodass wir die tieferen Schildkröten nicht so gut sehen konnten. Aber kein Problem, es gab genug Schildkröten in diesem Riff. In Summe waren wir dann ca. eine Stunde bei den Schildkröten und konnten viele tolle Bilder machen. Der Ausflug hat sich auf alle Fälle gelohnt und wir waren positiv überrascht und froh, dass wir es dann doch mit dem Turtle-Man gemacht haben. 

Das einzige was wir überlegt haben, ist ob man das das nächste Mal nicht einfach alleine macht. Die Stelle ist nicht wirklich weit vom Strand entfernt, Schildkröten gibt es genug und 70 Euro pro Person sind doch ganz schön viel dafür, dass man einfach nur ein paar Meter vom Strand entfernt die Tiere auch ohne Guide sehen könnte. 

Einfach selber am Strand schnorcheln und nach Schildkröten Ausschau halten!

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