Strand vor der Haustür

Reisetagebuch Rarotonga

Tag 14-17 + 21

Nachdem wir nun die ersten 2 Wochen unserer Weltreise viel in Städten im asiatischen Raum waren und viel umhergelaufen sind haben wir uns tierisch auf ein paar entspannte Tage auf den Cookinseln gefreut. Wir haben das echt gebraucht um einfach mal runterzukommen und überhaupt erstmal im Sabbatical anzukommen. So war es doch gefühlt so, dass man direkt vom Vorbereitungs- und Packstress direkt in die Sightseeing-Welt eingetaucht ist und man gefühlt nicht zur Ruhe gekommen ist. Würden wir nächste Mal auch definitiv anders machen, haben wir auch schon von anderen Weltreisenden unterwegs gehört.

Starte Deine Weltreise mit ein paar entspannten Tagen, um erstmal „anzukommen“ und herunterzufahren. Die Vorbereitung, das Packen und die Verabschiedung von Freunden & Familie muss erstmal verarbeitet werden.

Mandy als kleiner Hypochonder, hatte schon Tage im Voraus immer wieder geschaut, wie denn das Wetter werden würde und immer schlechtere Laune bekommen. Die letzten Wochen gab es immer nur Sonnenschein und genau an unseren Tagen soll es nun regnen. Flo blieb entspannt und war optimistisch, dass das vor Ort nochmal anders aussehen könnte. 

Flughafen Cook Islands
Flughafen Cook Islands

Nachdem wir nun von Singapur aus drei mal umgestiegen sind und knapp 22 Stunden unterwegs waren sind wir mit etwas Verspätung spätabends um 23 Uhr auf den Cookinseln angekommen. Der Landeanflug war schon mal ein Erlebnis, Weit und Breit nichts zu sehen und außer der Landebahn war auch die Insel nicht wirklich beleuchtet. Echt Wahnsinn, man fliegt alleine von Auckland 4,5 Stunden nur übers Meer und mitten in der Südsee ist dann eine kleine Insel auf der man dann landet. Außer einmal täglich der großen Air New Zealand landet auch keine andere große Maschine auf diesen Flughafen. Dementsprechend klein ist dieser auch.

Begrüßung am Flughafen

Erstaunlicherweise gab es eine kurze Passkontrolle, die hier ganz dem Südsee-Stil entsprechend mit Live-Musik eines Gitarrenspielers untermalt wurde. Direkt nach der Passkontrolle war auch schon unser Gepäck bereit und unser Transfer war auch schon da. Begrüßt wurden alle mit den typischen Blumenketten. Das war schon mal toll. Da es nachts war und wir sehr müde waren war es etwas komisch im dunkeln anzukommen, da man noch keine Ahnung hat wie die Insel nun sein würde. 20 Minuten ging es dann mit dem Mini Van zur Unterkunft.

Unsere Unterkunft

Wir hatten die ersten 3 Tage auf Rarotonga im Manea on Muri übernachtet. Dies ist eine kleine Anlage bestehend aus wenigen kleinen Bungalows mit Selbstverpflegung und einem kleinen Pool direkt am Muri Beach. Die Lage am Strand war super. Direkt in der Lagune gelegen und drei kleine vorgelagerte Inseln in Kajak-weite. Diese gab es auch kostenlos an der Unterkunft zum Ausleihen. Der Bungalow selbst war sauber, aber eher zweckmäßig eingerichtet. Wir hatten ein separates Schlafzimmer, Badezimmer, und kleine Küchenzeile im Wohnraum. Zudem noch eine relativ große Terrasse mit einem schönen Blick aufs Meer. Doch leider sollte sich Mandys Prognose bewahrheiten und wir wurden am nächsten Morgen erstmal mit Dauerregen begrüßt. So hatten wir uns unsere Badetage ja nicht vorgestellt. Zumal wir in den Sightseeing Tagen nur heißes Wetter hatten und nicht einmal baden waren – nun das.

Strand vor der Haustür
Strand vor der Haustür

Leider hatte die Terrasse nur eine kurze Überdachung, sodass man bei Regenwetter nicht mal draußen sitzen konnte. Innen war der Bungalow in Ordnung, aber eben auch nicht zum Entspannen und wohlfühlen bei Dauerregen geeignet. Wir hatten eben einen anderen Plan für die Tage. Am ersten Tag war es ja auch noch gar nicht so schlimm gewesen, dann haben wir eben die Zeit genutzt um das erste Mal Wäsche zu waschen. Das muss ja auf so einer Reise auch mal gemacht werden.

Wäsche auf der Terrasse
Wäsche waschen

Da merken wir den Unterschied zwischen einem normalen Urlaub und einer Weltreise. Es ist eben nicht nur entspannen, sondern eine Reise mit allen verbundenen Anstrengungen. Leider sollte der Regen die kompletten 3 Tage anhalten. Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgte dafür, dass es echt nicht möglich war draußen die Wäsche zu trocknen. Also hieß es ab dem 2. Tag die Heizung im Haus an und ein Zimmer zur Sauna umfunktionieren um irgendwie die Wäsche zu trockenen. Kurz vor Weiterreise war dann auch alles trocken.

Andere lesen auch:  Wal-Rettung

Erkundung der Insel

Nach dem ersten Regentag haben wir aber ein wenig Hummeln im Hintern gehabt. Also hieß es Regenjacken, lange Hosen an und raus. Wir hätten aber nicht gedacht, dass wir auf den Cook-Inseln bereits unsere Regensachen brauchen. Mit 20-25 Grad war es tagsüber zwar nicht kalt, aber mit dem Regen schon unangenehm. 

Kirche in Rarotonga

Am Morgen sind wir in eine Kirche gefahren und haben uns einen einheimischen Gospel-Chor angehört. Später sind wir zur Jet Blast Area gefahren, an dem die Flugzeuge direkt über der Straße zur Landung ansetzen. Als wir zurück an der Unterkunft waren hatte der Regen für kurze Zeit aufgehört, sodass wir uns mal auf die Terrasse setzen konnten. Plötzlich kam unsere Nachbarin zu uns und meinte

Whale Rescue

„Did you see the whale?“

Was hat sie da gesagt? Hier soll ein Wal am Strand sein? Was macht er in so einem flachen Gewässer, indem alles voller Korallenriffe ist? Schnell wurde aus der Freude einen Wal zu sehen eine unglaubliche einmalige Erfahrung, da wir gemeinsam mit den Einheimischen eine Wal-Rettungsaktion starteten. Die ganze Geschichte dazu findet ihr hier.
So nahm der Tag für uns eine ganz andere unerwartete Wendung. 

Muri Night Market

Am Abend sind wir dann noch zum Muri Night Market gelaufen, der direkt um die Ecke war. Um 17 Uhr öffnet dieser und Mandy las schon im Internet, dass man nicht zu spät hingehen sollte. Auf Grund des anhaltenden Regens sind wir dann aber doch erst zu 18 Uhr hingegangen (wir hatten gehofft, der Regen würde vielleicht noch aufhören). Wir konnten es zuerst nicht glauben, aber es war wirklich so, dass ab 19 Uhr schon die ersten Stände wieder alles zusammen geräumt haben. Unter Night Market haben wir uns doch was anderes vorgestellt. Der Markt selber war sehr klein und es war ein reiner Essens-Markt, ausgenommen vom Turtle-Stand, zudem wir in einem anderen Beitrag berichten. Es gab viel verschiedenes frisches Essen und Smoothies zu verhältnismäßig günstigen Preisen. Daher ist der Andrang auch immer sehr groß. 

30

km² Insel

60

Minuten Inselumrundung

338

Bilder

29

Videos

2. Unterkunft

Da wir nach Aitutaki nochmal auf Rarotonga waren, haben wir uns da für eine andere Unterkunft entschieden. Im Rarotonga Beach Resort & Spa, ein 4 Sterne Hotel, welches direkt am Aroa Marine Reservat liegt wollten wir ursprünglich dann ein wenig schnorcheln. Leider war das Wetter wieder nicht optimal, sodass wir auch das nicht machen konnten. Dafür haben wir viele Schildkröten bei unserem Ausflug mit dem Turtle-Man gesehen.

Lustigerweise hatten wir uns bevor wir nach Aitutaki gefahren sind, die Unterkunft schon mal angeschaut, als wir mit Roller unterwegs waren und waren nach unserer ersten Unterkunft total begeistert gewesen. Die Anlage war zwar groß, aber hatte einen schönen Pool, einen tollen Strand und sah einfach schicker aus.

Nachdem wir nun aus Aitutaki gekommen sind und hier eingecheckt sind, sah die Welt für uns ganz anders aus. Das Personal war zwar freundlich, aber man merkte gleich, dass es sich um eine große Anlage handelt und man nur ein Gast unter vielen ist. Irgendwie fehlte die Herzlichkeit und für uns passte so eine große Anlage nicht mehr zu den Inseln. Das Zimmer war in Ordnung, aber die ganze Anlage war auch schon sehr in die Jahre gekommen.

Unser „Mr. Crabs“

Das Hotel hatte viele Freizeitangebote. Es gab einen Billardtisch, eine Tischtennisplatte, diverse Aktivitäten am Tag und auch einen Fitnessraum. Das Frühstück war okay gewesen, aber irgendwie waren wir von Aitutaki auch einfach verwöhnt. Unser persönliches Highlight war ja schon fast gewesen, dass wir am Abend von „Mr. Crabs“ im Zimmer überrascht wurden. Mandy hatte schon die ganze Zeit „irgendwas“ im Zimmer gehört. Nachdem Flo nun mehrmals geschaut hatte, traute er seinen Augen kaum, als er den Krebs entdeckte. Und so klein war der gar nicht. Es war echt eine kleine Herausforderung den Krebs da wieder aus Zimmer zu bekommen.

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Gut zu wissen:

  • Preise: Die Preise auf den Cookinseln sind hoch. Insbesondere Restaurants können sehr teuer sein. Sowohl die Unterkünfte, öffentliche Transportmittel (ausgenommen der Insel-Bus), als auch Essen und Ausflüge sind teuer.
  • Essen: Ein Abendessen zu zweit kostet im Restaurant gerne mal 70 Euro – und wir reden nur von jeweils einem Getränk und einer Speise. Günstiger wird es auf dem Markt oder an kleinen Imbissständen, wo man Gerichte wie Fisch&Chips, Burger etc. auch für 8-15 Euro pro Person bekommt. Dies haben wir zwischendurch gerade zum Mittag auch mal gemacht, aber Abends wollten wir dann doch mal auch was gesünderes Essen und das gibt es leider nur in den Restaurants. 
  • Taxi: Taxi Preise auf den Cookinseln sind immer pro Person und anscheinend haben sie Tarifzonen. Das Problem ist eine Taxifahrt hat immer zwischen 15-25 Euro pro Person gekostet. Egal ob man nur 5 Minuten fahren möchte oder 20 Minuten das günstigste waren dann 15 Euro pro Person. Und das Beste, es spielt auch keine Rolle, ob man spontan vor Ort noch andere 2 Personen fragt ob die auch mit ins Taxi wollen, da man eh pro Person bezahlt. 
  • Bus: Da die Insel nur eine Hauptstraße hat, die einmal um die Insel führt, ist der Busplan sehr einfach zu verstehen. Einmal die Stunde fährt ein Bus „im Uhrzeigersinn“ und einmal die Stunde „gegen den Uhrzeigersinn“. Bushaltestellen gibt eigentlich nur in der Hauptstadt. An eineigen markanten Hotels wird auch planmäßig gehalten. Zusätzlich kann man einfach am Straßenrand stehen und auf sich aufmerksam machen. Der Bus fuhr einigermaßen regelmäßig und ist mit 5 Euro Hin und zurück oder 12 Euro Tagesticket auch bedeutend günstiger. Wir haben den Bus auch genutzt um mal von einem Ort zum anderen zu kommen. Will man allerdings eine Inselrundtour machen und hier und da aussteigen ist es doch etwas langwierig mit dem Bus, da man dann immer wieder eine Stunde warten muss.
  • Roller / Auto mieten: Egal ob man ein Auto oder Roller mieten möchte, auf den Cookinseln muss man zunächst immer erstmal einen Führerschein für die Cookinseln bei der Polizei beantragen. Dazu mehr unten. Ein Auto zu mieten kostet unabhängig vom Anbieter immer um die 50 Euro am Tag. Das Problem ist nur, dass man auf den Cookinseln scheinbar immer eine teure Versicherung von 200 Euro pauschal abschließen muss. Eine kurze Miete lohnt also nicht. Daher blieb uns dann nur der Roller übrig. Dieser kostete für einen Tag aber auch immer um die 37 Euro und kam für uns leider erst am Ende in Frage, wo es nicht mehr regnete.
  • Führerschein: Um ein Roller mieten und fahren zu dürfen braucht, man auf den Cookinseln einen eigenen Führerschein, den man bei der Polizei beantragen muss. Es gibt eine Polizeistation in der Hauptstadt auf Rarotonga (auf Aitutaki hätte man den wohl auch machen können.) Da wir am Wochenende ankamen und die Polizeistation Samstags nur vormittags geöffnet hat und Sonntag gar nicht, mussten wir direkt am Tag nach der Anreise hin. Führerschein machen bedeutet, man geht in das kleine Office, füllt ein Papierbogen aus. Danach wird ein Foto gemacht, der deutsche Führerschein vorgezeigt und fertig ist die ganze Aktion. So war es zumindest bei uns! Wie wir später herausfanden, hatten wir Glück, dass es Wochenende war. Denn unter der Woche muss man auch noch seine Fahrkünste auf einer kleinen Teststrecke unter Beweis stellen. Womit wir nicht gerechnet hätten, man bekommt zunächst einen Papier Führerschein, kann sich dann aber ein paar Tage später einen Führerschein im Scheckkarten-Format abholen. Der Führerschein ist dann 1 Monat lang gültig und kostet ca. 12 Euro.
  • Schnorcheln: Die Cookinseln sind von einem Riff umgeben, sodass die Strände geschützt sind und eine vielfältige Unterwasserwelt überall vor der Haustür ist.
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